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Am 11. Oktober 1997 erfüllte sich mein langersehnter Wunsch einer eigenen Ballettschule. Nach langen Monaten der Planung und Vorbereitungen war es dann endlich soweit und ich konnte meine Schule in Vilseck eröffnen.
Ich wurde in Brasilien geboren und wurde als klassische Balletttänzerin über viele Jahre hinweg ausgebildet. Dazu kommt noch Jazztanz, Modern Dance und natürlich lateinamerikanische Tänze. Meine sehr erfolgreiche Ausbildung genoss ich an der Ballettschule Palace of Art in Belo Horizonte ~ Brasilien, an der auch die von mir angewandte Waganova-Methode gelehrt wurde.Mein methodisches Repertoire in meiner Schule, erstreckt sich auf klassisches Ballett, Modernen und zeitgenössischen Tanz sowie lateinamerikanische Tanzformen. Schon 1996, also ein Jahr vor der Eröffnung meiner Ballettschule, fanden Auftritte meiner Gruppen statt, wie bei den Serenaden in Windischeschenbach und Weiden i.d. Oberpfalz. Im Juni 1997 feierte ich einen großen Erfolg mit einem Soloauftritt im Pilsener Tyl-Theater. Ein paar Tage nach der Eröffnung meiner Ballettschule, führte ich in der Max-Reger-Halle in Weiden ein berühmtes Solo aus dem Ballettrepertoire "Don Quichote" auf und meine Ballettkinder aus Weiden i.d. Oberpfalz.
Ballett ist eine Kunst, eine Geschichte statt mit Worten mit Musik und Tanz zu erzählen. Mit Tanzen lernt man, die Gefühle richtig auszudrücken, selbstbewußt zu sein, den eigenen Körper zu respektieren und kennenzulernen, jedes Teil des Körpers zu beherrschen und Disziplin zum Tanzen und zum Leben.
Letztes Jahr feierten wir La Danse Jubiläum. Gedanken und ein Rückblick ob es sich gelohnt hatte, trotz vieler Schwierigkeiten in einer kleine Stadt wie Vilseck, eine Ballettschule zu eröffnen. Es war die Frage damals 1997, ob es hier klappen würde. Aber aus meiner eigenen Erfahrung glaubte ich, dass es klappen müßte, wenn man davon überzeugt ist von seinem Können - und glauben klappt immer. Es hat geklappt, wie unsere erste Aufführung am Amberger Stadttheater, ein Jahr nach der Eröffnung, im Dezember 1998, beweist.
Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung meiner Schule und bedanke mich besonders bei den Mitgliedern, die sehr lange (seit ich in Deutschland bin, 1993) meiner Arbeit vertraut haben. Wir sind wirklich in den Jahren zusammengewachsen, haben eine wunderbare Atmosphäre und eine besondere Welt für uns aufgebaut.
Ich heisse Sie Willkommen an dieser wunderbaren Atmosphäre und besonderen Welt meiner Ballettschule La Danse teilzuhaben.
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Eine Werbung für den Tanz schlechthin
Ballettschule "La Danse" im Stadttheater: Hochwertiges und vielseitiges Programm.
Von Heike Scheuer
Amberg Was waren das für wunderschöne "lebende Bilder", die da am Samstag nachmittag auf der Bühne des Stadttheaters entstanden: Kleine Ballerinas mit Ballettröckchen und Blumenreifen, Spitzentanz ganz in Schwarz, ein Hauch von "Wiener Hofball" mit anmutigen Tänzerinnen in prächtigen Ballroben und am Ende pulsierendes Dschungel-Feeling - ein buntes Potpourri, zusammengestellt von Ballettlehrerin Elaine Mayerhofer und ihren rund 80 Eleven, die sich zum ersten Mal in Amberg präsentierten.
Was Ballett für sie bedeutet, das erklärten die jungen Tänzerinnen ihrem Publikum eingangs so: Ballett ist harte Arbeit, Disziplin - aber auch Freude und Erfolg. Bei ihrem ersten großen Auftritt in der Vilsstadt spielte von all dem etwas eine Rolle. Harte Arbeit und Disziplin waren in den rund sechs Monaten der Vorbereitung auf den großen Tag gefordert; trotzdem waren die Akteure spürbar mit Freude bei der Sache, zu Recht stolz auf ihre Leistung und den Erfolg ihrer Darbietungen, die beim Publikum viel Applaus ernteten.
Es ist erstaunlich, welch vielseitiges und qualitativ hochwertiges Programm Elaine Mayerhofer, die selbst mittanzte, und ihre Schützlinge auf die Bühne brachten; die 31jährige Ballettlehrerin, die aus Brasilien stammt und dort auch in professionellen Ensembles getanzt hat, legt Wert auf fundierte klassische Ausbildung ihrer Schüler, was sich beim Auftritt deutlich bemerkbar machte. Da wurde nicht nur hervorragend getanzt, da stimmten alle Details von den tollen Kostümen bis hin zur grazilen Gestik und zum Gesichtsausdruck - insgesamt also eine sehr professionelle Darbietung aller Beteiligten.
Gelungen war auch die Auswahl völlig unterschiedlicher Beiträge sowohl aus dem klassischen Ballett als auch aus dem Modern Dance. Und so reichte die Bandbreite des Programms vom klassischen Spitzentanz (der im Fall der "Schwäne", dargeboten ganz in Schwarz, eine ganz besondere Note bekam) bis hin zum feurigen Flamenco. Sehr vielseitig zeigte sich die Vilsecker Garde, die seit zwei Jahren von Elaine Mayerhofer trainiert wird: Eine mitreißende Samba im kessen Glitzerkostüm und ein exotischer Dschungeltanz in ungewöhnlichen "Body-painting-Outfit" gehören zum Repertoire der Tännzerinnen - Vilseck darf sich wohl auf eine heiße Faschingssaison freuen.
Angesichts einer solch gelungenen Premiere kann man über kleine musikalische Probleme getrost hinwegsehen - im Eifer des Gefechts kann es schon mal vorkommen, daß der "Mann am Ton" vor Aufregung die falsche Kassette in den Rekorder einlegt. Ein dickes Kompliment an alle Beteiligten: Die Premiere von "La Danse" in Amberg war eine Werbung für den Tanz schlechthin, in all seinen Varianten. Es wäre schön, die Vilsecker Ballettschule bald wieder einmal in der Vilsstadt sehen zu können.