Anna Pawlowa
Anna Pawlowa
Als der "sterbende Schwan" wurde sie schon zu Lebzeiten zur Legende.
Die Pawlowa wurde am 12. Februar 1881 in St. Petersburg geboren und war schon 1899 Solotänzerin im Ballett des kaiserlichen Marginsky-Theaters. Mit 25 Jahren erhielt sie den Titel "Prima Ballerina Assoluta", den nur vier Tänzerinnen gleichzeitig tragen durften. 1905 tanzte sie zum ersten Mal den "Sterbenden Schwan" in der Choreographie von Fokine nach der Musik von Saint-Saëns. Mit diesem Solotanz, den nach ihr noch viele große Balletteusen tanzen sollten, blieb ihr Name für immer verbunden. 1907 verließ sie Rußland und schloß sich Diaghilews "Ballets Russes" an, wo Nijinski ihr Partner wurde. Später bereiste sie mit eigenem Ensemble die ganze Welt. In ihrer Person verbanden sich Ausstrahlungskraft und Individualität mit perfekter Technik und eiserner Disziplin zu einem bis heute unvergessenen Tanzphänomen. Anna Pawlowa starb am 23. Januar 1931 in Den Haag.

Margot Fonteyn

Margot Fonteyn
Eigentlich Margaret Hookham, geboren 18. Mai 1919 in Reigate bei London. Sie verstarb 1991. Schon mit 16 Jahren wurde sie Solistin. Ihre Ausbildung machte sie in London an der Saddler's Wells Ballet School. Margot Fonteyn galt bereits lange Jahre als unumstrittene Primaballerina assoluta der westlichen Welt, als sie ihren ersten gemeinsamen Auftritt mit Rudolf Nurejew in "Giselle" hatte. Dies war der Beginn einer langjährigen Verbindung, die sich als ungemein fruchtbar erwies und beide unbeschreibliche Triumphe in der ganzen Welt feiern ließ. Sie erhielt den Titel "Prima Ballerina Assoluta des Royal Ballet in London" und wurde 1956 geadelt.


Rudolf Nurejew und Margot Fonteyn Schwanensee 1967

Rudolf Nurejew
Den Leitspruch seines Lebens hatte er vom Schriftsteller Anton Tschechow übernommen. Er lautet: "Jeden Tag quetsche ich ein Stück Sklave aus meiner Seele." Er arbeitete rastlos, um all seine Ideen zu verwirklichen. Die Bewegung war sein Milieu. Und das von Anfang an. Rudolf Nurejew kam 1938 während einer Eisenbahnfahrt im Transsibirien-Express in der Nähe von lrkutsk zur Welt. Der Sohn eines Politoffiziers wuchs in Moskau und Ufa auf und nahm früh an Amateurwettbewerben teil. Als 17jähriger begann er ein Stipendium an der Kirow- Ballettschule und absolvierte die eigentlich 8jährige Ausbildung in 3 Jahren. Als Meisterschüler tanzte er die großen klassischen Ballette wie Tschaikowskijs "Schwanensee", und "Nußknacker" sowie Adams "Giselle". Mit 20 Jahren war Nurejew Solist des Kirow-Balletts.
Aber unzufrieden, denn er fühlte sich staatlich bevormundet und künstlerisch unfrei. Die Flucht schien ein Ausweg . 1961 gab es großes Aufsehen, als er sich während einer Westtournee auf dem Pariser Flughafen von seiner Truppe trennte. Schon im gleichen Jahr begann die Zusammenarbeit mit der Tänzerin Margot Fonteyn. Sie sollte 12 Jahre andauern. Die beiden galten als Traumpaar des klassischen Balletts. Sie inspirierten sich wechselseitig zu tänzerischen Höhenflügen und zeigten eine ungewöhnliche Harmonie im kunstvoll- komplizierten Bewegungsgefüge. Nurejew wirkte auf zahlreiche Menschen wie eine Offenbarung und sie verehrten in ihm den wahren Nachfolger Nijinskijs. Das Männertanzen wurde durch ihn in den 60er und 70er Jahren auf ein neues Niveau gehoben. Kennzeichen war die Verbindung zwischen makelloser Technik mit hochdramatischem Ausdruck. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er im Oktober 1992 in Paris, wo er das Ballett "La Bayadere" vom Krankenbett hinter den Kulissen choreographierte. Am 6.Januar 1993 ist Rudolf Nurejew in Paris an Aids gestorben.

Michail Barischnikow
Der russische Tänzer wurde 1948 geboren. Seit 1980 ist er Direktor am American Ballet Theater in New York. Berühmt wurde er durch seine gewaltigen Sprünge und vielen Pirouetten. Er hat auch einige Filme gedreht.